Bei einer Teichpumpe ist die größte Literzahl nicht automatisch die beste Wahl. Entscheidend ist, wie viel Wasser unter den realen Bedingungen der Anlage tatsächlich gefördert werden soll – und welchen Widerstand die Pumpe überwinden muss.
Teichpumpe auswählen: zuerst die Aufgabe klären
Eine Pumpe in einer Schwerkraftanlage arbeitet unter anderen Bedingungen als eine Pumpe, die Wasser mehrere Meter anheben oder durch einen Rieselfilter drücken muss. Deshalb sollte zuerst geklärt werden, wo die Pumpe sitzt und welche Förderhöhe tatsächlich entsteht.
Propellerpumpe: hoher Durchfluss bei geringer Förderhöhe
Propellerpumpen sind für große Wassermengen bei wenig Gegendruck interessant. Typisch ist eine Schwerkraftanlage: Das Wasser läuft über Bodenabläufe und Skimmer zum Filter, die Pumpe sitzt hinter dem Filter und fördert über großzügige Rückläufe zurück in den Teich.
Für diesen Einsatz führen wir die regelbaren Modelle PP30-75 und PP50-100L.
Rohrpumpe: ähnlich gedacht, aber Modell und Kennlinie entscheiden
Der Begriff Rohrpumpe wird häufig für Pumpen verwendet, die direkt in größere Rohrquerschnitte eingebaut werden. Auch hier liegt die Stärke meist bei hohem Durchfluss und geringer Förderhöhe. Entscheidend bleibt die Pumpenkennlinie – nicht nur die Bauform.
Förderpumpe: wenn echte Förderhöhe entsteht
Sobald Wasser deutlich angehoben wird oder Technik zusätzlichen Druckverlust verursacht, ist eine Förderpumpe meist die bessere Wahl. Typische Beispiele sind Biotürme, Rieselfilter, höher liegende Rückläufe oder längere druckseitige Leitungen.
Dafür führen wir FF30 und FF50.
Warum die angegebene Literleistung nicht reicht
Herstellerwerte werden unter definierten Bedingungen angegeben. In der fertigen Anlage reduzieren Rohrlängen, Bögen, kleinere Querschnitte, Höhenunterschiede, Filtertechnik und Armaturen den realen Durchfluss.
Deshalb sollte eine Teichpumpe immer nach gewünschtem Systemdurchfluss und realer Förderhöhe ausgewählt werden.
Kurzentscheidung
- Schwerkraftfilter, breite Rückläufe, kaum Höhenunterschied: Propellerpumpe zuerst prüfen.
- Bioturm, Rieselfilter oder deutliche Förderhöhe: Förderpumpe prüfen.
- Kleine Rohrdurchmesser oder viele Bögen: Druckverlust berücksichtigen.
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