Beim Koifutter entscheidet nicht nur die Zutatenliste. Für die Praxis sind auch Wassertemperatur, Pelletgröße, Schwimm- oder Sinkverhalten und die Fütterungsweise wichtig. Das beste Futter nützt wenig, wenn es nicht zu Fischgröße, Jahreszeit und Fütterungssystem passt.
Schwimmendes oder sinkendes Koifutter?
Schwimmfutter ist einfach zu kontrollieren. Man sieht, wie die Koi fressen, erkennt Futterreste schnell und kann die Tiere gut beobachten. Für viele Teiche ist das deshalb die unkomplizierte Standardlösung.
Sinkfutter ist interessant, wenn einzelne Koi ungern an die Oberfläche kommen, bei gemischten Fischgrößen oder wenn bewusst verschiedene Fresszonen angeboten werden sollen. In der Praxis kann eine Kombination aus schwimmendem und sinkendem Futter sehr sinnvoll sein.
Warum wir bei DAS KOIFUTTER auf 4,5-mm-Pellets setzen
Bei unserer Hausmarke DAS KOIFUTTER verwenden wir für GRÜN und SINK eine einheitliche Pelletgröße von etwa 4,5 mm. Diese Größe hat sich in der Praxis besonders für gemischte Koibestände bewährt: Bereits Koi ab ungefähr 10 cm können die Pellets je nach individueller Entwicklung aufnehmen, und auch große Tiere mit 60, 80 oder 100 cm fressen sie problemlos. Entscheidend ist immer, dass die kleinsten Fische im Teich die Pellets sicher aufnehmen und schlucken können. Für sehr kleine Jungkoi kann spezielles feineres Aufzuchtfutter sinnvoll sein.
Warum nicht einfach größere Pellets für große Koi? Kleine Pellets besitzen bei gleicher Futtermenge insgesamt eine größere Oberfläche als große Pellets. Sie bieten damit mehr Oberfläche zum Durchfeuchten und für den Aufschluss durch Verdauungsenzyme. Das kann die Verarbeitung unterstützen.
Koi gehören zu den Karpfenfischen und haben keinen Magen. Die Nahrung wird über einen vergleichsweise langen Darm verarbeitet. Deshalb achten wir neben der gut aufnehmbaren 4,5-mm-Körnung auf mehrere kleinere Fütterungen statt weniger sehr großer Portionen. Für gemischte Bestände ist das praktisch: Eine Pelletgröße reicht für die meisten Tiere aus, unabhängig davon, ob sie schwimmend oder sinkend gefüttert werden.
Wassertemperatur bestimmt die Fütterung mit
Koi sind wechselwarm. Mit sinkender Wassertemperatur verändern sich Aktivität und Stoffwechsel deutlich. Deshalb sollte nicht nur die Futtersorte, sondern vor allem die Futtermenge an die tatsächliche Wassertemperatur angepasst werden.
Ein Thermometer gehört für mich deshalb zur Grundausstattung. Mehr dazu findest du im Ratgeber Wassertemperatur im Koiteich.
Lieber mehrere kleine Portionen
Wenn Temperatur, Filterleistung und Fischbestand es zulassen, sind mehrere kleinere Portionen über den Tag meist sinnvoller als ein oder zwei sehr große Fütterungen. So lässt sich die Belastung gleichmäßiger verteilen und die Koi können ruhiger fressen.
Wer viele kleine Portionen automatisch geben möchte, findet im Ratgeber Futterautomat für Koi richtig wählen die passende Übersicht.
Unsere Hausmarke: GRÜN und SINK
Unser Sortiment setzen wir bewusst auf zwei aufeinander abgestimmte Ganzjahresfutter mit 4,5-mm-Pellets aus: DAS KOIFUTTER GRÜN schwimmt an der Oberfläche und erleichtert die Futterkontrolle. DAS KOIFUTTER SINK sinkt ab und ergänzt die Fütterung für Fische, die lieber unter Wasser fressen. Beide Sorten lassen sich in einem gemischten Bestand miteinander kombinieren, ohne die Pelletgröße wechseln zu müssen.
Futtermenge immer am Teich kontrollieren
Fütterungstabellen sind nur ein Ausgangspunkt. Entscheidend ist, ob die Tiere aktiv fressen, ob Futter liegen bleibt, wie der Kot aussieht und ob Filter und Wasserwerte stabil bleiben. Wer die Menge erhöht, sollte die Wasserqualität mit im Blick behalten.